Leinenführigkeit beim Welpen fördern – erfolgreich starten

Leinenführigkeit beim Welpen

Nach der Einschulung vom „ruhigen Sitz“ und der Spannungsübung „Fokussieren auf die rechte Hand“, zeigt Dir gerne Sandra, wird jetzt die Leinenarbeit in den Lernprozess eingebaut. Vielen Hundehaltern und damit auch ihren Welpen fällt die Ausbildung in der Bewegung leichter, da sie Hektik löst und nicht selten hilft, somit Stress abzubauen. Die Lernziele „Ein Schritt vor und Halt“ und „Anmarschieren und bei Anschluss Halt“ sind wichtige Elemente auf dem Weg zur korrekten Leinenführigkeit. Ich arbeite Welpen bis zur 20. Lebenswoche kombiniert – also sozial wie auch formal.

Leinenführigkeit trainieren und wie lange

„Ein Schritt vor und Halt“ ist der Beginn einer entspannten Leinenführigkeit. Der Welpe sitzt neben Dir in motivierter, spannungsgeladener Grundstellung und wartet mit viel Freude fünf Sekunden lang in dieser ruhigen Position. Nach Ablauf der Wartezeit gibst Du das Kommando „Fuß“, gehst mit dem rechten Bein einen Schritt nach vorne, bleibt sofort wieder stehen und wartest fünf Sekunden. Der Welpe wird Dir aufmerksam folgen und beim Halt sich unverzüglich hinsetzen. Gleichzeitig wird Dein Welpe eine angenehme positive Erwartungshaltung ausbauen. Mit aufrechter Körperhaltung ist Dein Blick nach vorne gerichtet.

Dieses schrittweise Vorwärtsgehen verhindert, dass sich Dein Hund sofort nach dem Kommando „Fuß“ in die Leine hängt und nach vorne stürmt. Er lernt, sich ruhig und abwartend zu verhalten, sich nach Dir in positiver Erwartungshaltung auszurichten. Nach drei Wiederholungen wird der Welpe ruhig und herzlich an der Brust von oben nach unten gelobt oder auch mit Futter aus der „Spann-Hand“ belohnt. Arbeite nur 10 Minuten am Tag!

Leinenführigkeit Schritt für Schritt

Wenn Dein Welpe diesen Teilschritt verstanden hat, marschierst Du in zügigem Tempo los und hält erst an, wenn Dein Hund einen schönen und gleichmäßigen Anschluss zeigt und sich der locker durchhängenden Leine anpasst. Durch die Absicherung mit der Leine gewinnt Dein Hund an Vertrauen, Dir zu folgen. Das Wichtigste an dieser Übung, die unter Umständen lange dauert und viel Zeit und Geduld erfordert, ist, dass Du die Marschrichtung, das Tempo und die Richtungsänderungen vorgibst und damit den Führungsanspruch übernimmst.

Bleibt der Hundehalter stehen, wenn sein Hund am Boden schnüffeln oder markieren will, oder geht er hinter seinem Hund her, lässt ihn den Weg bestimmen und ist dabei auch noch der Überzeugung, seinem Hund etwas Gutes zu tun, dann fehlt dem Hund Führung in Form klarer Koordination und er übernimmt sehr schnell selbst die Aufgabe, seinen Menschen zu führen. Den Anschluss zu suchen und zu kooperieren, liegt in der Natur des Hundes, wenn er Führungsklarheit erfährt. Aus diesem Grunde ist es so wichtig, dass Du erst stehen bleibst, wenn der Hund sich korrekt anschließt.

Kleiner Hund auf der "Insel" wartet erwartungsvoll auf das Training Leinenführigkeit mit Sandra

Tipps für Leinenführigkeit

Bei der Umsetzung der theoretischen Erkenntnisse in die Praxis treten immer wieder Schwierigkeiten auf, die es zu meistern gilt. Der Welpe bricht plötzlich aus, bleibt stehen und schnuppert oder lässt sich einfach fallen und bleibt liegen. Solche Situationen nimmst Du mit einem Lächeln zur Kenntnis und beginnst das Training wieder aufs Neue.

Dein Hund soll von Anfang an den richtigen Aufbau lernen dürfen und die Beharrlichkeit, Gelassenheit, Fröhlichkeit und Beständigkeit Deiner Persönlichkeit spüren. Der Weg ist das Ziel, und die kleinsten Fortschritte sollen Freude machen. Dieser Aufbau der Leinenarbeit ist ein Lernprozess, der vor allem mit stimmlichem Lob und Streicheleinheiten unterstützt wird.

Grafik Veränderungskurve: Die 5 Typischen Phasen der Leinenführigkeit

Leinenführigkeit für impulsive Hunde

Wer täglich die beschriebene Leinenführigkeit mit System durchführt, wird schnell zum Ziel kommen. Je intensiver Dein Hund diese spielerische und dennoch konsequente Führung spürt, desto stärker wird er sie verinnerlichen. Die Leinenarbeit soll aber nicht die gesamte tägliche Beschäftigungszeit einnehmen, sondern maximal zehn Minuten pro Tag.

Die Übung erfordert ein sehr hohes Maß an Konzentration. Ideenreiche Such- und Apportierspiele bringen Abwechslung ins Training, erfreuen beide Partner und erhöhen die Motivation für das gemeinsame Lernen.

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