Konzentration durch Faszination

Konzentration – Tue alles, was Du tust mit Freude!

Das Geheimnis der Konzentration besteht darin, im kleinsten Punkt die größte Kraft zu sammeln, also einer einzigen Sache seine ausschließliche Aufmerksamkeit zu schenken. Bekanntlich und grundsätzlich kann nur ein Gedanke unser Bewusstsein, also unsere Zielvision erfüllen.

Das, was wir als Konzentrationsschwäche nennen, bedeutet, dass sich unsere Gedankeninhalte zu schnell ändern. Es kann viele Gründe für diesen zu schnellen Wechsel der Gedanken geben:

– Innere Verwirrtheit oder Aufregung
– Negative Assoziationen, die sich uns hartnäckig aufdrängen und beeinflussen
– Unbehagen und Gefühle, die beim Betrachten einer Sache in uns aufsteigen
– Mangelndes Interesse, Herausforderung anzunehmen und lösen

Konzentration benötigt auch eine positive innere Grundhaltung

Konzentration kann gelernt werden

Konzentration kann gelernt werden, jedoch muss man die Resultate pflegen. Unser Denkvermögen ist vergleichbar mit einem Muskel, der verkümmert, wenn man ihn nicht oder nicht richtig nutzt.

Die wenigsten Menschen nutzen ihr Denkvermögen optimal und so nehmen die meisten an, dass man eben mit dem auskommen müsse, was man hat, auch wenn sie damit nicht zufrieden sind. Doch wir können auch hier unsere Fähigkeiten weiterentwickeln. Konzentration entsteht durch Faszination.

Beispiel Hundeerziehung

Wenn wir von einer Vorgehensweise fasziniert sind, schenken wir ihr doch gerne die volle Aufmerksamkeit und genau dann gelingt es uns am leichtesten, uns zu konzentrieren.

So entwickelt sich die Hundeerziehung in eine freudige Herausforderung. Ziele, die wir ins Positive verändern wollen, steigern unser Konzentrationsvermögen erheblich. Wenn wir mit Freude, Klarheit, Gelassenheit arbeiten und von unserem Tun erfüllt sind, wird auch das Ergebnis den Erwartungen weitgehend entsprechen, die es zu erkennen gilt.

Konzentration kann gelernt werden

Konzentration eine starke innere Grundhaltung

Wenn wir dagegen die einzelnen Trainings als Last sehen, wird uns jedes Training eine Last sein. Diese Haltung lösen wir auf, indem wir die Einstellung zum Training ändern und neue Aspekte erkennen, die uns fesseln können.

Die Selbsterfahrung

Wenn ein Hund beim Spaziergang jede Person, die er entdeckt, freudig anspringt, dann macht er eine sogenannte Selbsterfahrung – drei Selbsterfahrungen führen zu einem neuen Programm, das in diesem Fall lautet: „Menschen sind zum Anspringen da!“
Die Angesprungenen reagieren darauf ganz unterschiedlich: Einige nehmen es gelassen, die meisten werden jedoch richtig „sauer“, und das zu Recht.
Solche Selbsterfahrungen machen Hunde in allen trieblich gesteuerten Prozessen, sei es beim Jagen von Katzen, beim Raufen, Hetzen von Wild oder Radfahrern u.v.a.m. Wichtig ist, dass jedem Halter bewusst ist, dass sein Hund, wenn er dreimal die gleiche Situation in seinem Sinne entscheiden konnte, ein neues Programm hat.
Um aus diesem herauszukommen, braucht es zuerst ein neues Motivprogramm – ein Phänomen, das die heutige Kynologie immer noch nicht verstanden hat und auch nicht anzuwenden versteht. Um störendes Verhalten zu neutralisieren, müssen folgende Lernziele bereits erreicht sein:
  • Es besteht eine konfliktfreie Mensch – Hund – Beziehung.
  • Der Hund beherrscht das ruhige Sitzen.
  • Die Leinenarbeit, Triebregulierung und Distanzkontrolle bereits verankert.
Im Gegensatz zu seinem Hund bleibt der Halter ruhig und gelassen und führt ihn dem Reiz entgegen. Auf eine Entfernung von sechs Metern kommandiert er seinen Hund ins „Sitz“ und wartet neben ihm, während die Nachbarin auf ihn zukommt. Dann geht er auf sie so zu, dass zwischen ihm und seinem ruhig sitzenden Hund eine Distanz von etwa drei Metern entsteht. Er begrüßt die Nachbarin und wechselt ein paar Worte mit ihr.
Begrüßung und Wortwechsel sollten zu Beginn der Ausbildung nicht länger als drei Minuten dauern. Anschließend verabschiedet er sich von ihr und kehrt zu seinem Hund zurück. Sollte dieser sich in der Zwischenzeit hingelegt haben, ist das kein Fehler, denn ein ruhender Hund nimmt die Platzposition ein – und Ziel dieser Übung ist ja, dass der Hund zur Ruhe kommt. Wenn er sich hingelegt hat, gibt der Halter ihm das Kommando „Sitz“, wartet fünf Sekunden und setzt seinen Spaziergang fort.
Diese Übung sollte mehrmals in verschiedenen Situationen wiederholt werden, damit das Lernziel neu verankert wird und der Hund keine Personen mehr anspringt und belästigt. Er wird danach alle Reizsituationen
sehr ruhig angehen.
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Ein Kommentar zu “Konzentration durch Faszination

  1. Hans Schlegel sagt:

    Ich wünsche Dir viel Freude am lesen. Bei Fragen kannst Du uns gerne hier direkt schreiben.
    Herzlichst, Hans & Team

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